Rassehundeverein Forst e.V.
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IPO

IPO – Internationale Gebrauchshundeprüfung

 

Die Landesorganisationen der FCI (Fédération Cynologique International) und deren Mitgliedsvereine bieten internationale Gebrauchshundeprüfungen an, in der vorwiegend Gebrauchshunde in sogenannten Abteilungen (A, B und C) geprüft werden. Beginnend mit der Fährtenarbeit, wird im Gehorsam gezeigt, wie der Hund sich den Kommandos des Hundeführers unterordnet. Danach wird im Schutzdienst geprüft, wie der Hund sich selbst, aber auch den Hundeführer verteidigt. Die Hunde werden nicht, wie vielleicht oft missverstanden, auf Menschen gehetzt, sondern es wird der Beutetrieb geschult und gezeigt. Der Hund erbeutet allein den „Ärmel“ des Figuranten (Helfer).

 

Die heutige IPO-Arbeit stammt aus ähnlichen Prüfungen des früheren Schutzdienstes (SchH), der später durch die Bezeichnung VPG (Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde) ersetzt wurde. Mit der derzeit aktuellen Prüfungsordnung aus 2012 wurde auch die Bezeichnung „IPO“ für internationale Gebrauchshundeprüfungen des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) eingeführt.

 

Bei der Fährtenarbeit ist das wichtigste Organ des Hundes gefragt. Zwischen 200 und 600 Schritte lange Fährten sind für den Hund zu verfolgen. Auf diesen Fährten werden bis zu drei Gegenstände (aus Leder, Holz, Textilien) hinterlassen, die der Hund „anzuzeigen“  lernt. Wer in dieser Abteilung (A) besonders talentiert ist, kann sich auf reinen Fährtenhund-Prüfungen (FH1 und FH2) beweisen. Hier werden die Fährten wesentlich länger in zu verfolgender Distanz und auch zeitlich länger ausgelegt. Der Hund muss mehrere Winkelungen und Schenkel erriechen, um dann auf der Fährte wieder diverse Gegenstände anzuzeigen.

 

Die Abteilung B ist die reine Unterordnungsabteilung. Hier wird gezeigt, wie der Hund im Gehorsam des Hundeführers steht. Es werden verschiedene Übungsteile wie Fußlaufen mit und ohne Leine, Ablage unter Ablenkung, Apportierübungen, Sprünge, Voraussenden und vieles mehr geprüft.

 

Abschließend wird in der Schutzdienst-Abteilung C die Nervenstärke und die Belastbarkeit des Hundes in Belastungssituationen (Scheinangriffe) geprüft.

 

Alle drei Abteilungen steigern sich in Ausführung und Schwierigkeit von IPO 1 bis IPO 3.

Der IPO-Sport verlangt vom Hundeführer ein erhöhtes Maß an Zeit, kynologischem Sachverstand, Selbstdisziplin, Geduld, Einfühlungsvermögen und Verantwortung.

 

Teilnehmen können alle Rassen und Mischlinge, deren Konstitution die Anforderungen der Prüfungsordnung zulassen. Um an Prüfungen zu starten, benötigt der Hund die Begleithundeprüfung mit Verkehrsteil (BH/VT) und vom Hundeführer einen theoretischen, schriftlichen Prüfungsteil, in dem ein Minimum an Hundesachverstand zu belegen ist.

 

Text: Sportwart des RHV Forst

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